Therapie

In der therapeutischen Arbeit begleiten wir Frauen und INTA+ darin, ihre schöpferischen Handlungspotentiale freizusetzen und Selbstbestimmung, Stärke, Differenz und soziale Bezogenheit zu leben und zu gestalten.

Mögliche Ziele1 einer Therapie können sein:

  • Neue Rollen und Handlungen entwickeln.
  • Mögliche neue Perspektiven und Bewertungen einnehmen.
  • Emotionalen, kognitive und physische Erfahrungen verarbeiten und integrieren.
  • Das Selbstbild wahrnehmen, akzeptieren, stärken und entwickeln.
  • Die eigene Lebenskraft und Lebenslust (wieder-)entdecken.
  • Das eigene Verhalten bewusst machen und neue Verhaltensmuster entwickeln.
  • Emotionen ausdrücken und steuern.

1 Inspiriert von Sandra Anklam und Verena Meyer aus ihrem Buch Life.On Stage. Handbuch Theatertherapie. Schibri-Verlag. 2013. Weil sie es so wunderbar ausgedrückt haben.

Die TuBF ist eine themenoffene Beratungsstelle für Frauen und INTA+. Themen in der Therapie können zum Beispiel sein:

  • Seelische Krisen
  • Konflikte innerhalb von Partnerinnenschaften, Lebensgemeinschaften, Freundinnenschaften, Familien-Systemen und Generationen
  • Alle Formen von Gewalterfahrung (z.B. verbale, körperliche, emotionale, sexualisierte Gewalt)
  • Diskriminierung und Anfeindungen
  • Care-Verantwortung (Sorgearbeit für Kinder, alte oder kranke Menschen, für Menschen mit Behinderung)
  • Entscheidungen und Erfahrungen zu Mutterschaft, Elternschaft und Eltern-Alltag
  • Konfrontation mit finanziellen und emotionalen Abhängigkeiten – familiär, privat und beruflich
  • Themen rund um geschlechtliche und sexuelle Identität
  • Konflikte und Schwierigkeiten in Beruf, Ausbildung oder Studium
  • Schreibblockaden und Prüfungsängste
  • Umgang mit Existenzängsten und (Alters-) Armut
  • Eigenes gewalttätiges Verhalten
  • Krankheit, Trauer, Trennung, Verlust
  • Abgrenzung, Nähe und Distanz, Aggression
  • Erschöpfung, Selbstunsicherheit, Ängste und Überforderung
  • Problematisches Essverhalten
  • Menstruationszyklusbedingte Herausforderungen
  • Herausfordernde Entscheidungssituationen

Das Therapiespektrum der TuBF umfasst folgende therapeutische Verfahren:

Das Ziel der tiefenpsychologisch-fundierten Psychotherapie ist, Einsicht in unbewusste Motive und in die Hintergründe aktueller Beschwerden und Probleme zu erlangen. Hierbei wird ein besonderer Blick auf Das Ziel der tiefenpsychologisch-fundierten Psychotherapie ist, Hintergründe aktueller Beschwerden, unbewusster Motive und Probleme besser zu verstehen. Hierbei wird ein besonderer Blick auf Beziehungsmuster gelegt, die sich in Herkunftskontexten entwickelt haben und die sich in gegenwärtigen Beziehungen erneut manifestieren. Der Einbezug der Biografie ist dabei wichtig, auch wenn der Fokus klar auf der Gegenwart und somit der aktuellen Situation liegt. Mit Hilfe der therapeutischen Beziehung und verschiedenen methodischen Ansätzen soll zunehmende innere Flexibilität in allen Lebensbereichen ermöglicht werden.

Psychosynthese lädt ein zu einer kreativen und liebevollen Auseinandersetzung mit sich selbst. Sie wurde als tiefenpsychologische und ganzheitliche Therapieform Anfang des 20. Jahrhunderts von dem italienischen Psychiater Roberto Assagioli entwickelt. In der Psychosynthese wird davon ausgegangen, dass uns Menschen alle Potentiale innewohnen, die wir brauchen, um ein erfülltes Leben zu führen. Ziel der Psychosynthese ist es, Menschen dabei zu unterstützen, die eigenen Potenziale wahrzunehmen und zu entfalten, emotionale Blockaden zu lösen, die im Laufe der Entwicklung entstanden sind, sich aus belastenden Abhängigkeiten und einengenden Verstrickungen zu befreien, Selbstliebe und Souveränität zu stärken, mehr Lebensfreude zu spüren und bei allem zu erfahren und darauf vertrauen zu lernen, dass Konflikte immer auch Wachstumschancen bereithalten, die wir nutzen können. Psychosynthese umfasst vielfältige kreative und erfahrungsorientierte Methoden, hierzu gehören die Arbeit mit Träumen, inneren Bildern und Symbolen (Imaginative Verfahren), Teilpersönlichkeits- und Inner-Kind-Arbeit, Techniken zur Entwicklung des Willens oder die Praxis der Disidentifikation ebenso wie Gespräche und Impulse zur achtsamen Selbsterforschung.

Weitere Informationen finden sich unter www.psychosynthese.de

Im Mittelpunkt stehen hier vor allem das Entdecken, Infragestellen und Verändern von problematischen Im Mittelpunkt stehen hier vor allem das Entdecken, Infragestellen und Verändern von problematischen Grundüberzeugungen, Konfrontationsübungen bei Ängsten und Zwängen, das Einüben von Entspannungsverfahren sowie das Training von sozialen Kompetenzen, wie z.B. Kommunikationsfertigkeiten. In die Arbeit unserer Verhaltenstherapeutinnen fließen auch Elemente aus Verfahren ein, die zu den neueren Strömungen der Verhaltenstherapie gehören. Hier stehen vor allem Akzeptanz (insbesondere von inneren Vorgängen), Emotionsregulation, Achtsamkeit, Mitgefühl mit sich selbst sowie die Arbeit mit Werten im Vordergrund. Zu diesen Verfahren gehören u.a. die DBT (Dialektisch Behaviorale Therapie), ACT (Akzeptanz- und Commitment-Therapie) und Schematherapie und CFT (Compassion Focused Therapy).

In der Systemischen Therapie wird das Denken und Verhalten einer Person nicht isoliert aus deren inneren Eigenschaften betrachtet. Sie sind vielmehr Ausdruck der aktuellen Kommunikations- und Beziehungsbedingungen. Oftmals treten (innere) Konflikte nur in bestimmten Situationen auf und in anderen wiederum nicht. ‚Symptome‘ können in diesem Zusammenhang auch sinnhaft im Sinne eines Lösungsversuchs erscheinen und dabei auch auf Störungen der Entwicklungsmöglichkeiten in den jeweiligen Systemen hinweisen.

Der therapeutische Blick erweitert sich dadurch vom Individuum auf inner- und außersystemische Beziehungen, wie z.B. die Herkunftsfamilie oder die Arbeitssituation sowie auf größere Bezugssysteme, wie z.B. die gesellschaftliche Teilhabe. Systemische Therapeutinnen haben eine wertschätzende sowie ressourcenorientierte Haltung und gehen von der Autonomie der/des Klient*in aus und betrachten diese als Expert*innen ihres eigenen Lebens. Grundlage für die systemische Praxis ist die Kooperation und die Orientierung am Anliegen der Klientinnen. Dabei wird auf normative Zielsetzungen und Pathologisierung verzichtet.

Es wird auch davon ausgegangen, dass Menschen in ihrem Erfahrungsspektrum bereits über die Ressourcen verfügen, welche für eine gewünschte Veränderung benötigt werden. Eine Therapie gibt Klient*innen den Raum, in welchem sie ihre Ressourcen aktivieren und Veränderungsprozesse gestalten können.

In der Systemisch-Künstlerischen Therapie werden körperliche, seelische und geistige Prozesse als ein Ganzes betrachtet. Veränderungsprozesse werden gleichermaßen als therapeutische wie auch gestalterische Prozesse verstanden. Diese Arbeitsweise bindet Klient*innen besonders intensiv und gestaltend ein, aktiviert sämtliche Sinne und Ressourcen und unterstützt eine nachhaltige Wirkung der therapeutischen Arbeit.

In der KST dienen die Körperwahrnehmung und der ganz einzigartige gestalterische Ausdruck als Zugang zum inneren Wissen. Die Methoden werden so ausgewählt, dass sie dem*der Klient*in, der Situation, dem Anliegen und dem Prozess dienlich sind. So können neben dem Gespräch auch Gestaltung in den Feldern Bewegung, Bildende Kunst, Geschriebenes und/oder Musik in den Prozess mit einfließen. Auf diese Weise können alle Ebenen für Veränderungsprozesse angesprochen werden: Die verbale, mentale, physische, emotionale, psychische und energetische Ebene.

Somatic Experiencing („den Körper erleben“) wurde von dem Psychologen und Biophysiker Dr. Peter Levine entwickelt. SE befasst sich mit den instinktiven, einzigartigen und kreativen Körperreaktionen, die einer Verarbeitung von traumatischen Prozessen innewohnen.

Schockerlebnisse wie Unfälle oder andere überwältigende Erlebnisse können unter bestimmten Umständen eigene Handlungsfähigkeiten, Wahrnehmungs- oder Regenerationsfähigkeiten beeinträchtigen. Trauma ist dabei nicht zu verstehen als ein Ereignis, sondern als ein Prozess, der sowohl von körperlichen Zusammenhängen abhängig ist, wie auch von sozialen, politischen und emotionalen Schutzfaktoren.

Wesentliche Aspekte im Heilungsprozess sind Erdung, Zentrierung und Körpereinspüren, sowie die Nutzung von Ressourcen und die Technik der Verlangsamung. Positiv besetzte Lebenssituationen werden ausreichend lange, achtsam und intensiv mit damit verbundenen Körperwahrnehmungen verankert. Aus einem ressourcenvollen Zustand heraus wird sich mit Bewusstheit dem Traumageschehen angenähert – entweder durch Fragen der Therapeutin oder durch natürlich auftretende Körperreaktionen. Es wird in stetem Wechsel zwischen ressourcenvollen Zuständen und Traumageschehen gearbeitet, ohne dass es noch mal zu einer Überwältigung im Sinne einer Retraumatisierung kommt. Die ‚eingefrorene‘ Energie wird sozusagen in verkraftbaren Dosen ‚aufgetaut‘. Dabei werden die dem Organismus innewohnenden Lösungsimpulse verwirklicht und die Lebensenergie kann wieder mehr fließen. Wie in der Feministischen Therapie werden auch im Somatic Experiencing ‚Symptome‘ als ursprünglich sinnvolle Antwort bewertet, ohne eine Person für krank zu erklären. Der behutsame, achtsame Umgang mit der Körperkompetenz anerkennt besonders eigene Wahrnehmung, Grenzen und Kontrolle. Dies ist gerade für Menschen, die körperliche Entfremdung und Übergriffe erfahren haben, besonders wichtig. Auf diese Weise kann enormes Grundvertrauen in die eigenen Fähigkeiten und Selbst-Bewusstsein wiederhergestellt werden.